das Ziel der Reise

David schrieb in der Erklärung, warum es diesen Blog gibt, dass dieser Blog „die Aufgabe (hat ) dich auf eine Reise mitzunehmen. Das Ziel der Reise zu Gott, dem Vater, hin. Der Weg dorthin nennt sich ewiges Leben. Es hat jetzt schon begonnen. Die Art der Reise ist eine Reise gen Himmel: ein Himmelfahrtskommando.“

Wie schon viele mitbekommen haben, ist Davids Reise nun leider hier auf Erden beendet. Er ist am 17.06.2016 zuhause bei unserem Gott angekommen…

Es ist auch nach genau zwei Monaten für mich immer noch nicht begreiflich, dass David jetzt nie mehr zurück kommt. Der Krebs hatte nach fast 3 Jahren doch die Überhand über unser Leben gewonnen.

Auch wenn David und ich Gott bis zum Schluss das Wunder einer Heilung hier auf Erden zugetraut haben, ist es uns verwehrt geblieben. Die Frage nach dem Warum stelle ich mir erst gar nicht.

Wir hatten immer im Blick, dass Gott über unserem Leben steht und er, genau wie er den Zeitpunkt unserer Geburt kannte, auch den Zeitpunkt unseres Todes kennt. Wir können Gott einfach nicht bezwingen, denn wir sind nur Menschen und Gott ist und bleibt Gott.

Souverän und gut. Auch wenn es mir schwer fällt, dass zu schreiben.

Dazu verweise ich gerne auf die Predigt von Sönke vom 22. Mai 2016 „Gott ist gut und allmächtig“

oder auf die von Holger vom 26.06.2016 über Johannes 6

oder von Ferry vom 03.07.2016 „Gott nicht verstehen und trotzdem glauben“

 

In unserem Wohnzimmer hängt der Bibelvers aus Jeremia 29,11 und da steht:

„Denn ich weiß genau, welche Pläne ich für Euch gefasst habe“, spricht der Herr. „Mein Plan ist Euch Heil zu geben und kein Leid! Ich gebe Euch Zukunft & Hoffnung“.

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Irgendwie stand dieser Vers über unserer Beziehung und unserer Ehe, denn diese war nach ca. 1,7 Jahren „normaler“ Beziehung begleitet von Davids Krebsdiagnose. Wir waren gerade 4 Monate verlobt als die Diagnose kam, aber die Diagnose konnte uns vom Heiraten nicht abbringen. „Jetzt erst recht“ war unser Motto und wir wollten damit der unsichtbaren und der sichtbaren Welt zeigen, dass wir zusammen gehören und nichts unsere Liebe zueinander erschüttern kann. Außerdem wussten wir, dass Gott mit dabei ist und er größer ist als irgendwelche Diagnosen.

Der Vers war unser Wunsch und unsere Hoffnung, dass die Krankheit uns irgendwann nicht mehr begleiten würde und Vergangenheit werden würde.

Jetzt ist es alles anders gekommen, als ich (und viele andere) es jemals gehofft hätte(n). Es ist nämlich tatsächlich das eingetreten, was ich mir eigentlich erst in 50/60 Jahren gedacht hätte. David ist gestorben und ich bin mit gerade 31 Jahren Witwe. Das ist scheiße und tut weh!

Irgendwann nach der Beerdigung saß ich im Wohnzimmer und mein Blick fiel auf die Wand mit dem Vers und mein erster Gedanke war: „Oh…krass, der Vers. Den muss ich bald abnehmen. Das kann ich jetzt nicht mehr angucken, denn wir haben das nicht erlebt. Gott hat uns keine Zukunft geschenkt und David nicht geheilt.“

Dann las ich den Vers nochmal und hab da zum Ersten mal erst die göttliche Perspektive in dem Ganzen gecheckt. Ich hatte den Vers immer auf unser jetziges Leben bezogen. Jetzt aber las ich es und dachte:

JA MAN! Gott kennt unsere Wege und er will natürlich als liebender Vater das Beste für uns. Er ist der, der uns Heil geben will und Zukunft und Hoffnung. Nicht nur hier auf Erden, sondern auch über den Tod hinaus bis in alle Ewigkeit.

Dies kann natürlich auch in unserem Leben jetzt und hier auch passieren 🙂 Das passiert ja auch oft!

Auch wenn er David jetzt nicht geheilt hat und uns damit jetzt auch keine gemeinsame Zukunft als Ehepaar hier auf Erden gegeben hat, gibt Gott uns Heil, Zukunft und Hoffnung, denn das Leben geht für uns nach dem Tod weiter. Er hat David geheilt, nur auf der anderen Seite des Vorhangs. Das werden wir sehen, wenn wir selbst irgendwann bei Gott sind! (Diese Hoffnung und der Glaube wünsche ich dir auch.  Wenn du denkst: „wie denn?“, dann schreib mir.)

Der Tod ist nicht das letzte, sondern es wartet eine Ewigkeit mit Gott. Wie auch immer die aussieht, freue ich mich darauf, denn dort ist das Heil und die Zukunft. Welche eine Hoffnung!

Ich bin Gott dankbar, dass ich diesen Vers weiterhin mit vollem Herzen bejahen kann.

Deshalb darf der Vers im Wohnzimmer an der Wand bleiben! Auch wenn ich im ersten Augenblick etwas traurig bin, wenn ich draufschaue, weil ich es mir so gewünscht hätte an Davids Seite alt zu werden.

Es sollte nicht so sein…puh…das ist sehr schwer für mich zu akzeptieren…

Umso mehr ist es mir ein unendlicher (!) Trost, dass eine unfassbar gute Zukunft auf mich wartet mit und bei Gott…

hier und jetzt

und auch in Ewigkeit

und dann seh ich David auch wieder <3

 

Unser Leben seit der Erkrankung – ein Zwischenfazit

Liebes Leservolk,

ich möchte euch gerne teilhaben lassen an meiner/unserer Entwicklung in dem letzten Jahr, weil diese unglaublich stark und geil war! Ich schreibe mal in der Ich-Perspektive und mal als wir, Ines gehört da genauso mit rein (Und hat einen erheblichen Anteil daran).

Ich weiß ja seit August 2013 von meiner schweren, weit fortgeschrittenen Krebserkrankung. Es war damals sehr dramatisch, weil ich ein oder zwei Monate später daran gestorben wäre. (Krass…) Wir fingen die erste Chemotherapie an und wir fingen an um Heilung zu beten. Das waren sehr intensive Gebete, auf dem Freakstock, in unserer Wohnung, in unseren Gemeinderäumen. Sie waren sehr stark von Bitten und Flehen geprägt und es fielen viele Tränen. Die Angst war sehr groß. Jesus hat uns damals aufgefangen und er hat dafür gesorgt, dass die Therapie sehr gut anschlägt. Die Angst blieb ein stetiger Begleiter und es baute sich Frust auf, wieso das alles so ist. Es war ein sehr schweres Paket, das wir zu tragen hatten. Zu groß für uns.

Ines und Ich waren dann im Oktober 2014 auf Rügen, ein bisschen flanieren und reicher Villenbesitzer spielen. Dort haben wir uns entschlossen, der Angst mit Jesu Hilfe den Kampf anzusagen. Wir haben unsere Ängste auf ein Papier geschrieben, in eine Flasche gestopft und diese mit einem Gebet weit ins Meer geschmissen. (und dabei hoffentlich eine scheiß Qualle erwischt). Solche symbolischen Aktionen helfen ungemein, weil man für sich und alle anderen, die es sehen, ein Zeichen setzt und es hat auch was prophetisches.

Im weiteren Verlauf (ich raffe die Zeit ein wenig) bis heute passierte viel mit uns. Jesus hat zu mir konkret mit einem starken Bild gesprochen, durch meine Schwester Sarah.

Angst vorher.opd

Das Bild zeigt die Situation in mir vorher. Der Berg stellt die Angst dar, die das Licht abschottet und alles verdunkelt. Das Licht schafft es zwar drum herum zu scheinen, aber der Berg blockiert viel. (In diesem Fall ist ein Berg was schlechtes für mich, sonst immer gut!) Es war eine Angst, die nicht nur von der Krankheit kam. Sie war auch vor der Erkrankung schon da und hatte mich mal mehr mal weniger im Griff. Es war eine Mischung aus Angst und Schuldgefühl. Ich hatte manchmal schwere Tage, in denen ich viel gekämpft habe, aber immer allein. Ich wollte das immer unterdrücken und hab mit der Angst gerungen und sie immer versucht auf den Boden zu ringen.

Dann gab es noch ein zweites Bild:

Angst nachher.opd

Das Bild zeigt, wie der Berg vom Licht infiltriert wird und danach wird er gesprengt. BÄÄÄHM! Die Angst wird besiegt werden. Das war im Frühjahr-Sommer 2015.

Darauf hin ist genau das passiert. Jesus hat in mir ein Sturm gestillt, wie es die Geschichte von Jesus und seinen Jüngern auf dem See erzählt. (Markus 4, 35-41)

Ein Wendepunkt dabei war sicherlich das letzte Freakstock 2015 in Allstedt. Dort haben wir wieder um Heilung gebetet. Aber diesmal war die Stimmung anders, als in den Jahren zuvor. Es war keine Angst mehr im Raum, es war die pure Zuversicht. Es war eine Aufbruchstimmung unter allen 20-30 Leuten, die in diesem Hangar mit und für uns beteten. (Danke euch, ihr treuen Seelen!!) Wir fühlten uns wie ein Flugzeug, das dabei ist loszustarten. (Naja, wir saßen halt auch in einem Hangar und schauten Richtung Ausfahrt, auch das war sicherlich prophetisch)

Seit diesem Freakstock hat Gott in uns viel Angst kaputt gemacht und sie durch Lebensfreude, Zuversicht und einer heiligen Unruhe ersetzt. Wir sind Gott sehr sehr dankbar und wir geben seit dem der Krankheit auch keinen Raum mehr und keine Kraft. Nicht die Krankheit hat diesen Prozess in uns ausgelöst, sondern Gott hat uns verändert. Jesus ist die frieden stiftende Kraft in uns, die Grenzen nicht überspringt, sondern sprengt!

Das ist bisher ein Zwischenfazit, aber schon ein starkes Zeugnis für Gottes Kraft. Ich bin immer noch krank und wir haben immer noch viele offene Fragen und sind noch lange nicht zufrieden mit dem wie es ist. Da geht doch noch mehr….

Danke für die Frage, Herr Stadionsprecher!

 

 

Gestern hatte ich das Glück einmal vor dem Spiel auf die Torwand vor dem Spiel Schalke-Mainz schießen zu dürfen. Unser Fanclub „Mit Gott auf Schalke“ wurde ausgelost. Ich war der erste Schütze und somit fragte mich der Stadionsprecher Dirk: „Mit Gott auf Schalke, was bedeutet das für euch?“

Auf diese Frage konnte ich vor der gesamten Nordkurve meinen Glauben bezeugen und durch die Stadionlautsprecher sagen, dass Jesus hier ist und nicht vor dem Stadion wartet. Eine geile Erfahrung!

P.S.: Ich hab übrigens einmal links oben getroffen, damit hat unser Fanclub einen Kasten Veltins gewonnen…wahnsinn! 😉

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Mit`m Gottes Reich is ed wie mit einem geilen Fest…

15 Als einer der Gäste das hörte, sagte er zu Jesus: Selig, wer im Reich Gottes am Mahl teilnehmen darf.
16 Jesus sagte zu ihm: Ein Mann veranstaltete ein großes Festmahl und lud viele dazu ein.
17 Als das Fest beginnen sollte, schickte er seinen Diener und ließ den Gästen, die er eingeladen hatte, sagen: Kommt, es steht alles bereit!
18 Aber einer nach dem anderen ließ sich entschuldigen. Der erste ließ ihm sagen: Ich habe einen Acker gekauft und muss jetzt gehen und ihn besichtigen. Bitte, entschuldige mich!
19 Ein anderer sagte: Ich habe fünf Ochsengespanne gekauft und bin auf dem Weg, sie mir genauer anzusehen. Bitte, entschuldige mich!
20 Wieder ein anderer sagte: Ich habe geheiratet und kann deshalb nicht kommen.
21 Der Diener kehrte zurück und berichtete alles seinem Herrn. Da wurde der Herr zornig und sagte zu seinem Diener: Geh schnell auf die Straßen und Gassen der Stadt und hol die Armen und die Krüppel, die Blinden und die Lahmen herbei.
22 Bald darauf meldete der Diener: Herr, dein Auftrag ist ausgeführt; aber es ist immer noch Platz.
23 Da sagte der Herr zu dem Diener: Dann geh auf die Landstraßen und vor die Stadt hinaus und nötige die Leute zu kommen, damit mein Haus voll wird.
24 Das aber sage ich euch: Keiner von denen, die eingeladen waren, wird an meinem Mahl teilnehmen.
(Lukas 14, 15-24)
Liebe Leser/innen,
ich habe persönlich große Sympathie für dieses Gleichnis, das Jesus erzählt, weil es das Reich Gottes mit einem richtig geilen Essen vergleicht. Ein großes Fest. Ich selber habe große Freude an tollem Essen oder Trinken. Es gibt Momente, da esse ich etwas oder trinke ein kühles Bier und denke, wie geil dieser Moment ist. hmmmmmmm……
Deshalb hat Jesus mich da voll abgeholt mit dem Gleichnis. Reich Gottes = Festmahl!
Das verstehe ich und kann mir was drunter vorstellen. 🙂
Jesus sagt aber, dass das mit den Gästen so eine Sache ist. Der Gastgeber hat eine große Gästeliste gemacht, bereitet alles vor und als es dann fertig ist, schickt er seine Diener los, die Gäste zu holen. Und dann geht`s los. Einer nach dem anderen hat eine gute Ausrede, warum er nicht kommen kann. Ich übersetze das mal ins heutige, weil nicht viele von euch in letzter Zeit mal ein Ochsengespann gekauft haben. (denke ich mal…)
Stell dir vor, du feierst Geburtstag und hast einen großen Saal gemietet. Alles ist vorbereitet und du freust dich, dass jetzt die Gäste kommen und du gehst davon aus, dass es gute Freunde sind.
Dann kommen die Ausreden: „Sorry, kann nicht kommen. Wir haben uns grad n Haus gekauft und das muss fertig gemacht werden.“ Oder „Sorry, ich bin berufsmäßig grade so eingespannt und ich muss halt alles für meinen Job geben, sonst falle ich zurück in der Firma.“ Oder „Sorry, aber meine Frau/mein Mann und ich müssen heute mal was miteinander machen. Geht leider grad nicht.“
Setzt man diese Aussagen mal in den Hintergrund einer antiken nahöstlichen Gesellschaft, sind solche Entschuldigungen eine Ohrfeige für den Gastgeber. Es ist eine große Ehre eingeladen zu sein und da geht man aus Respekt vor dem Gastgeber hin. Ähnlich würde ich es heute auch noch sehen. Jede dieser Ausreden ist eine gute Ausrede. Es ist nichts schlimmes sich um sein Haus, seinen Job oder seine Ehe/Freunde zu kümmern. Im Gegenteil. Das will ich gar nicht gering quatschen.
Aber wie würdest du dich fühlen, wenn alle deine Freunde absagen, weil sie wichtigeres zu tun haben?
Du wärst geknickt. Und du würdest dir Gedanken machen, ob das wirklich Freunde sind.
So vergleicht Jesus es mit Reich Gottes. Du bist von Gott eingeladen an dem Festessen teilzunehmen. Und es ist jetzt soweit, der Tisch ist reich gedeckt. Aber das ist im Alltag oder im Hier und Jetzt schwer fassbar.
Was heißt das eigentlich? Ich will nicht immer so abstrakt reden, sondern will konkrete Impulse für den Alltag haben. Sonst würde der Glaube ja nur etwas für die besonderen Stunden bleiben. Ich will Jesus im Alltag erleben und es konkret benennen können, wie Gott mir im Alltag begegnet.
Es fällt mir leider schwer, diese Frage des Alltags (Gott erleben im Alltag) pauschal zu beantworten. Gott hält mich im Alltag über Wasser. Mir begegnet Gott in der Regel dann, wenn ich zu ihm bete. Das ist leider oft nur der Fall, wenn ich auch ein Anliegen habe oder wenn ich Angst habe. Not lehrt beten, so sagt man auch. Da ist was dran. Wenn es einem gut geht, dann vergisst man, dass es da auch Gott gibt. Viel zu oft ist Gott für mich eine Zweckbeziehung. Er hilft mir, wenn`s mir schlecht geht. Dann fällt mir ein, dass ich zum Festmahl eingeladen bin und dann bete ich und Gott baut mich auf. Das ist ne Tatsache, die man sich erstmal eingestehen muss.
Und von da aus kommt man schnell an den Punkt wo man sich eingesteht: „Ja, auch ich habe gute Ausreden nicht teilzunehmen, weil ich grad andere Dinge habe.“ Man verschiebt die Beziehung zum Vater auf spätere Zeitpunkte.
Im Mittelalter gab es Könige, die sich bewusst erst auf dem Sterbebett haben taufen lassen, weil sie ihr Leben leben wollten und sie wussten, dass sie asozial handelten. (sündigen).
Jesus warnt ausdrücklich in diesem Gleichnis: Verschiebe deine Beziehung zum Vater nicht auf später, du läufst Gefahr, nicht am Festmahl des Vater teilzunehmen!
Dann kommt da noch der andere Aspekt: der Gastgeber lässt alle Blinden, Gehbehinderten und Mittellosen ranholen, weil es ihm wichtig ist, dass die Hütte voll wird. Sie wird aber nicht voll. Die kommen zwar alle, aber es ist immer noch Platz, dann lässt er auch die letzten Penner ranholen. Von den Landstraßen, die Leute, die nicht in die Stadt dürfen. Die absolut letzten der Gesellschaft. Stinkende und Ausgegrenzte.
Im Reich Gottes ist es so, dass die untersten die sein werden, die am Festmahl teilnehmen.
Ich erlebe diese Menschen bei der Bahnhofsmission. Es sind wirklich arme Schweine, drogenabhängig oder mittellos. Es sind auch nicht die Freundlichsten. Klar, wenn das Leben dir so übel zuspielt, wäre ich auch nicht immer freundlich. Aber es sind die, die da sind. Sie sind es, die wissen, dass sie nichts haben. Ihr Vorteil ist, dass sie sich keine Illusionen von der Welt machen, sondern genau wissen, dass sie nichts haben. Viele von denen sind gläubig. Sie sind tief verwurzelt mit Gott. Vielleicht nicht so, wie man das denkt. Sie gehen nicht immer Sonntags in den Gottesdienst. (Glaube ich zumindest, vielleicht schon, weiss nicht, wie das in den Landeskirchen so aussieht.)
Jedenfalls sind das die Art Gäste, die am Reich Gottes ihren Anteil haben. Vielleicht merken sie das in diesem Leben noch nicht, weil dieses scheiß Heroin sie zwingt ein beschissenes Leben zu führen. Aber nach dem Tod sind sie die ersten im Reich Gottes.
 Viele aber, die jetzt die Ersten sind, werden dann die Letzten sein, und die Letzten werden die Ersten sein. (Matthäus 19,30)
Und das aus dem Grund, weil alles, was hier auf der Erde wichtig ist, bei Gott nichts zählt. Allen voran Geld und Ansehen. Gott weiß, wer du wirklich bist. Vor Gott sind wir alle gleich, es zählt nicht, was du machst. Derjenige, der sich einen guten Besitz erwirtschaftet hat, zählt das gleiche vor Gott, wie der, der mit seinem Leben nur scheiße gebaut hat. Im Herzen sind sie alle gleich: beide schreien nach Anerkennung und nach einem Ort, an dem sie sich wohl fühlen und wo sie zuhause sind.
Der Reiche hat es nur unendlich schwerer, weil Geld, Macht und Ansehen einem vorgaukelt, dass man Gott nicht braucht oder das dort dein Zuhause zu finden ist.
Deshalb kommen die Leute auch nicht zum Festmahl: Weil sie ihr zuhause in der Ehe, dem Haus oder dem Ochsengespann suchen. (:D Ochsengespann…)
Lass es dir eine liebevolle Ermahnung sein.
Dein Besitz, dein Ansehen im Job oder deine Ehe können ein göttliches Zuhause nicht ersetzen. Überfrachte deine Ehe/Beziehung nicht damit, dass sie dich glücklich machen kann. Glaubst du etwa, dass du einen anderen Menschen glücklich machen kannst? Da bin ich doch froh, dass ich Gott habe, der mir meinen Wert zuspricht und mich bedingungslos liebt und der mein Herz so verändert, dass ich wissen kann, worauf es ankommt.
Ich will weiter lernen von irdischen, menschlichen Dingen nicht zu erwarten, dass sie mich erfüllen könnten. Und ich will Gott nicht mit Ausreden abspeisen. Ich will meinen Glauben mit vollem Ernst leben, weil das mich glücklich machen wird und Gott so durch mich auch andere glücklich machen kann.
Ich will, dass alle aus meinem Umfeld an dem fetten Festmahl teilnehmen.

Gebetsspaziergang – eine Art Gott sprechen zu hören

Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten. (Matthäus 6,6)

Ich war gestern mittag mal wieder unterwegs und habe seit längerem wieder einen Gebetsspaziergang gemacht. Das war sehr sehr schön und wohltuend. Ich glaube,dass das Thema Beten für die Generation, die diesen Beitrag liest, nämliche die digitale Generation, ein sensibles Thema ist. Sensibel deshalb, weil eine Gebetszeit etwas ist, dass nicht mehr angebracht ist, zumindest, wenn man der Werbung glauben schenkt. Eine Gebetszeit ist etwas ruhiges ohne Ablenkung. Es ist eine Beschäftigung mit dem Inneren. Allein aus diesem Grund ist es etwas, das viele nicht mehr können oder wovor viele Angst haben.

Ich habe 2011 auf dem Jakobsweg viele erlebt, denen genau das anfangs große Schwierigkeiten bereitet hat. Selber ruhig zu werden und keine Einflüsse zu haben, die einen ablenken. Der Gedanke auf seine innere Stimme/sein Herz zu hören, kann sehr beunruhigend sein. Dabei sollte es eigentlich total beruhigend sein, weil es ein fokussieren auf den inneren Kompass ist. Dort gelingt es mir, wieder zu sehen, was ich für richtig halte. Es hilft mir zu schauen, wie ich mich entscheiden sollte. Ich fange an über Dinge nachzudenken und zu reflektieren. „Wo stehe ich eigentlich? War dieses oder jenes nun richtig? Wie geht es XY eigentlich? Wie bin ich eigentlich mit XY umgegangen? etc.“

Nun ist ein Gebetsspaziergang aber keine reine Meditationseinheit. Es ist ein, wie der Vers oben sagt, schauen in das Verborgene. Ich empfehle jedem sowas mal zu machen. Ich nehme mir dann mein Gebetsbuch mit, gehe raus, höre erst ein paar Lobpreislieder, setze mich irgendwo hin und schreibe erstmal nieder, was mich so bewegt. Das schreibe ich als Gebet an Gott. Habe ich das erstmal runter von der Festplatte, kann ich über Dinge nachdenken und Gott nutzt diese Gelegenheit und spricht zu mir. Er gibt mir Antworten auf Fragen oder richtungsweisende Gedanken, die mir zeigen, wo es lang geht. Mit Gott so alleine und einsam in Kontakt zu stehen, ist total erfrischend. Wie eine geistige/geistliche Dusche. Plötzlich werden mir Zusammenhänge offenbar, die ich vorher nicht im Blick hatte. Gott spricht da ganz konkret in mein Herz hinein. Das ist das Verborgene, was dann von Gott offenbar wird. Das ist damit gemeint, wenn Jesus sagt, dass er es „vergelten“(belohnen) wird.

Gestern hatte ich zum Beispiel den Gedanken, dass ein Christendasein zwar Antworten auf drängende Probleme unseres Alltags geben muss, aber das doch längst nicht alles sein kann. Jesus hat viel mehr zu geben, als einen Feuerlöscher mit den du Angstbrände löschen kannst. Jesus ruft jeden in die Nachfolge. Er gibt jedem von uns damit eine Perspektive. (Nachfolge werde ich an anderer Stelle vertiefen)

Diese starke und lebensverändernde Einsicht, die Gott mir gezeigt hat, ist nichts Neues. Die wusste ich auch vorher schon mal. Aber in dem Moment hat Gott mich daran erinnert und mir gezeigt, was dran ist für das Leben von meiner Frau und mir.

Egal an welcher Stelle du stehst: Ich glaube, dass du ähnliche Erfahrungen machen wirst, wenn du dich mal allein mit Gott auf einen Spaziergang machst bzw. ins stille Kämmerlein gehst. Er hat Dinge, die er dir sagen möchte, du musst nur hinhören.

Freakstock – ein ganz besonderer Ort

Liebe Freunde,

für mich (und Ines) ist die Zeit Ende Juli/Anfang August herum eine besonders herausfordernde, weil es die Zeit ist, in der ich vor zwei Jahren von meiner Krankheit erfahren habe. Es gibt vieles, was mich in der Zeit daran erinnert und das ist nicht immer angenehm und leicht. Wir hatten damals keine Ahnung wie es weitergeht, ob es überhaupt weitergeht. Wir wussten nichts, nur, dass ich sehr krank bin und schon bald sterben könnte.

Nachdem die Untersuchungen für die Erstdiagnose abgeschlossen waren und die Chemotherapie noch nicht begonnen hatte, hatten wir noch ein paar Tage Zeit. Wir fuhren dann auf das Freakstock 2013, auf das wir eh wollten. Wir kamen dann nach. aber stell dir mal vor du kommst mit so einer Stimmung des eigenen Weltuntergangs auf ein Festival.

Ich hatte die Nachrichten von mir vorher bereits verbreiten lassen, so dass Hans damals auf dem Freakstock ein Großaufgebot an Betern und Freunden zusammengetrommelt hatte, mit denen wir uns in einem Raum trafen und um Heilung und Hoffnung beteten. Es war eine Stimmung in diesem Raum, die krass war. Es war sehr heftig und nicht leicht. Viele haben geweint und Gott angefleht. Es waren vielleicht 30 Leute. Wir wollten, dass Gott mich heilt und es war der Anfang einer Reise, in der Jesus der Reiseleiter war. Das Festival war weiterhin äußerst intensiv, aber genau das, was ich in dem Moment brauchte. Hoffnungsvolle Menschen, Freunde, Beter, Musik mit der Gott angebetet wurde, Feierei und Ablenkung.

Wieder Zuhause begann die Therapie, die sehr erfolgreich war. Ich wurde fitter und Jesus fing mit der Zeit an so viel in mir drin zu verändern. Er zeigte uns, dass er wirklich Gott ist und uns nicht alleine lässt. Er zeigte mir, dass er meine Angst total besiegen wird und ich in der Lage sein werde zu glauben und zu vertrauen, dass er wirklich „in control“ ist (Wie es immer an der Mainstagebühne titelt).

Er hat mir bisher nicht das Geschenk der körperlichen Heilung gemacht, aber mit dem inneren Frieden, seinem Frieden, etwas noch wertvolleres, etwas ewiges. Wir beten weiter, dass auch der Körper mitzieht.

Ich möchte dich Einladen dieses Jahr mitzukommen. Vom 29.07 – 02.8. findet das Freakstock in Allstedt (Thüringen) statt. Es gibt extra günstige Tickets für nicht Christen (35€). Falls du auf der Suche bist, ob es etwas gibt, das dir Frieden und wirkliche Erfüllung geben kann, dann ist das ein Ort an dem du suchen solltest! Ich spreche da aus eigener Erfahrung. (Bin selber 2004 dort Christ geworden). Ich glaube, dass Jesus es nutzen wird, wenn sich 3000 Leute treffen, um mit ihm ein paar Tage zu feiern und zu beten. Das ist ein Ort an dem viel passieren kann, wenn du dich drauf einlässt. Es kann der Beginn deiner Reise mit Jesus werden.

Hier ein paar Eindrücke: (Trailer von 2012)

 

Anleitung zur Konstruktion eines glücklichen Lebens

44 Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker.
45 Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte,
46 und als er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.
(Mt 13,44-46)
Liebe Leser,
ich habe lange nichts von mir hören lassen – ich schreibe nur, wenn ich was zu sagen habe, damit hier kein unnötiges Zeugs steht. Aber ich freue mich über jeden, der es ließt!! Nun ist es aber wieder so weit:
Die Frage nach einem glücklichen Leben bewegt jeden. In der Werbung und im TV wird einem ständig suggeriert, dass man was ganz krasses oder abgefahrenes machen muss, irgendwie ausflippen und alle Möglichkeiten nutzen muss. Dadurch wird ein unglaublicher Stress erzeugt und ein Druck sein Leben so zu bauen, dass man voll glücklich ist. Du hast es selbst in der Hand, mach was draus.
Wie kann ich als Christ darauf eine Antwort geben? Jesus hat eine Antwort auf die Frage, nämlich eine gute. Er beschreibt im Matthäusevangelium einmal den Mann, der einen Schatz im Acker findet und den Kaufmann, der die Perle findet. Beide wissen zu dem Zeitpunkt, dass ihre Suche nun beendet ist: Sie haben gefunden, was sie immer gesucht haben. Sie verkaufen sofort alles was sie haben, damit sie den Gegenstand haben können. Die Perle und der Schatz stehen für das Himmelreich/Reich Gottes/Königsherrschaft Gottes
Was ist mit dem Himmelreich gemeint? Das Himmelreich ist die Bezeichnung für den Ort, an dem Gott uns verspricht, dass es kein Leid und keinen Schmerz mehr geben wird. Es ist der Ort, an dem wir bei Gott, dem Vater sind. Dort wird es auch keine Streitereien und Verletzungen mehr untereinander geben. Dort werden alle versöhnt sein.
Von diesem Ort spricht Jesus. Es ist der Ort, nach dem wir alle suchen. Insgeheim sucht jeder danach, nur wissen es die meisten nicht. Die aber wissen, dass sie in der Herrschaft Gottes ihr Seelenheil / ihren endgültigen Frieden finden, hören auf, ihr Glück hier auf der Erde zu suchen. Sie verkaufen alles, damit sie diesen Frieden haben, weil sie wissen, dass nur Gott diesen Frieden bringen kann. Und das wird er.
Wer von Gott gefunden wurde, für den beginnt eine Reise. Eine Reise zu Gott hin. Das bedeutet, das Kommen Gottes zu erwarten. Die großen Stichworte sind Glaube, Liebe und Hoffnung. Mit der Liebe Gottes beginnt es, sie wird vom Heiligen Geist in das Herz ausgegossen. Dann folgt der Glaube, der dich gehen lässt im Blick auf das Heil. Und was uns jetzt schon unendliche Freude schenkt ist die Hoffnung. Sie versetzt unser Herz in eine Freudenstimmung. Eine Party, weil man weiß, wo die Reise hingeht.
Was musst du nun tun, damit du glücklich wirst? Nichts! Es liegt nicht in deiner Hand. Egal welche Pläne du auch machst, du weißt nicht, wie dein Leben verlaufen wird. Es ist gut Pläne zu machen, Familie zu Gründen etc. Aber erwarte davon nicht dein Seelenheil. Es wird dich nicht glücklich machen. Wenn man das allein für seine Ehe begreift, nimmt das dem ganzen ne Menge übersteigerte Erwartung.
25 Wer an seinem Leben hängt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben. (Joh 12,25)
Wenn du versuchst dein eigenes Glück zu schmieden, wirst du nicht glücklich werden. Erst derjenige, der erkennt, dass allein Jesus glücklich machen kann, wird das wahre Leben gewinnen. Er weiß, dass egal was passiert, er bei Gott landen wird. Man kann sich dann voll auf Gott verlassen und das Leben entspannt angehen. Ein schönes Lied möchte ich euch noch mitgeben, das von einer guten Freundin kommt, der Mary. Es ist eine schöne Abendmelodie zum Einschlafen, die genau das hervorragend auf den Punkt bringt!

Hoffnung – mein letzter Strohhalm

Gerecht gemacht aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Durch ihn haben wir auch den Zugang zu der Gnade erhalten, in der wir stehen, und rühmen uns unserer Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes.
Mehr noch, wir rühmen uns ebenso unserer Bedrängnis; denn wir wissen: Bedrängnis bewirkt Geduld,
Geduld aber Bewährung, Bewährung Hoffnung.
Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. (Röm 5, 1-5)
Die Worte der Bibel müssen sich immer an der Realität des eigenen Alltags messen und auslegen lassen. Es gibt Phasen im Leben, da braucht man die Bibel nicht so dringend, es gibt Phasen, da sind die Worte Gottes überlebenswichtig. Für mich sind Gottes hoffnungsvolle Versprechen grade überlebenswichtig. Ich liege grade im Krankenhaus. Ich habe grade erfahren, dass die aktuelle Chemotherapie nicht wirksam ist und die Metastasenarschlöcher größer geworden sind. Jetzt wird die Therapie wieder umgestellt. Insgesamt ist es ein großer Schritt in Richtung Verzweiflung und vielleicht auch ärztliche Ratlosigkeit.
Nun lag ich da und meine Frau schrieb mir kurz vorm Schlafengehen noch ein paar Zeilen. Sie schrieb von Gott, der will, dass wir ihm vertrauen und der in uns Schwachen stark ist.
Gott hat uns in diesen Worten ausm Römerbrief versprochen, dass wir durch Jesus der Liebe Gottes nicht mehr getrennt werden können. Paulus steckte damals in einer Situation, die in einem Punkt meiner sehr ähnlich ist. Ätzende Dinge bedrohten sein Leben. Bei Paulus waren es Leute, die mit der Botschaft nicht einverstanden waren. Bei mir ist es der Krebs.
Paulus sagt mir, dass ich auf meine Bedrängnis stolz sein soll. „Krebs ich bin stolz auf dich.“ Klingt irgendwie doof und eigentlich hätte ich ganz andere Sätze, die ich dem Krebs mal sagen würde. Aber Paulus meint, dass der Krebs mir die Gelegenheit zur Bewährung gibt. Das heißt ich kann durchhalten. Der Krebs gibt mir die Gelegenheit nicht von Gott abzulassen, sondern weiter daran zu glauben, dass Gottes Liebe für mich da ist, auch wenn ich mit dem Rücken zur Wand stehe.
Durch das festhalten an Gottes Liebe, entsteht Hoffnung. Eine Hoffnung, die der Angst vorm Tod gegenübersteht, ihr den Oberarm zeigt, sich den Bizeps küsst und sagt: „Angst, du hast keine Schnidde!“
Ich glaube dran, dass die Liebe Gottes viel größer ist als meine Angst jemals sein kann. Paulus verspricht mir, dass die Hoffnung mich nicht zugrunde gehen lässt. Das klingt doch super! Das ist der Sinn von Hoffnung. Den Sinn wird jeder begreifen können, der mit Angst zu kämpfen hat.
Lass dir von Gott ins Herz aufmalen, wie viel stärker die christliche Hoffnung gegenüber der Angst ist. Gott ist lebendig und er ist Grund und Ziel aller Hoffnung. Aus diesem Grund ist es eine starke Hoffnung, die nicht von Menschenhand gemacht ist, sondern die von Gott geschenkt wird. Die Hoffnung wird oft als Anker dargestellt, weil die Hoffnung ein Anker ist, der aus dem Jenseits zu dir geworfen wird.
Darum lohnt es sich zu beten. Hoffnung ist in dieser Zeit mein treuer Helfer, der mir zur Seite steht und weswegen ich nicht den Kopf in den Sand stecke. Gott sei dank, dass meine Frau mich dran erinnert hat!

Es ist Sonntag – da mach ich erstmal gar nichts!

8 Gedenke des Sabbats: Halte ihn heilig!
Sechs Tage darfst du schaffen und jede Arbeit tun.
10 Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott, geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: du, dein Sohn und deine Tochter, dein Sklave und deine Sklavin, dein Vieh und der Fremde, der in deinen Stadtbereichen Wohnrecht hat.
11 Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel, Erde und Meer gemacht und alles, was dazugehört; am siebten Tag ruhte er. Darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und ihn für heilig erklärt. (2.Mose 20, 8-11)
(kurze Erklärung: Sabbat ist eigentlich der Samstag im Judentum, im Laufe der Geschichte ist es im Christentum der Sonntag geworden)
Ich liebe dieses Gebot! Das sei mal vorweg gesagt, denn es legitimiert mir am Sonntag immer zu sagen: „Nein, heute ist Sonntag, da mach ich erstmal gar nichts“. Aber wie selbstverständlich ist das? Ich kenne viele Leute, die Sonntags arbeiten oder den Sonntag nutzen, um Uniklamotten zu erledigen. Wäre es erlaubt, würden wohl auch viel mehr Leute Sonntags Rasen mähen. Ich selber nutze den Sonntag auch um z.B. meine Predigt vorzubereiten. Streng genommen ist das auch Arbeit. Wie geil ist es aber, wenn man es sich einrichten könnte, diesen Tag komplett dafür frei zu halten, wofür er gemacht wurde: Als Tag der Ruhe und der Beziehungspflege.
Wie wird das Sabbatgebot hier begründet? Es wird mit dem Hinweis auf den siebten Tag der Schöpfung begründet. Der siebte Tag war der Tag an dem Gott geruht hat. Es war die Krone der Schöpfung. Ein interessanter Gedanke.
Wer ist die Krone der Schöpfung? Der Mensch? Nein, es ist der Sabbat, der Tag, an dem man Muße hat mit Gott und seinen liebsten Zeit zu verbringen. Dafür wurde die Welt geschaffen: dass du Zeit hast mit dir, Gott und anderen Menschen.
Wenn man sich diese Prioritätenliste klar macht, dann relativiert es den Wert von Karriere, Besitz, Status etc. Denn so einen Sonntag kann jeder haben. Die ärmeren noch eher als die reicheren, denn die müssen sich weniger um die Erhaltung des Besitzes kümmern.
Ich glaube, es ist elementar wichtig, einen Tag zu haben, an dem man einfach mal aussteigt aus dem Hamsterrad des Alltags. Da hat man Zeit zum Nachdenken, zum Quatschen, zum ausgiebig Frühstücken etc. Das ist unheimlich Kraft spendend. Deshalb finde ich Vorschläge zu mehr verkaufsoffenen Sonntagen nicht richtig. Muss man immer die Möglichkeit zum Shoppen haben? „Liebe“ FDP, Nein muss man nicht!!!
Diesen Tag zu nutzen, um mit Gott einfach mal Zeit zu haben ist viel lebendig machender als ne ausgedehnte Shoppingtour. Nutz doch die Zeit mal, geh spazieren und rede mit Gott. Schreib ihm einen Brief und hör mal hin, was dein Herz dir sagt. Ich glaube Gott spricht zu uns durch unser Herz, wenn wir ihn konkret darum bitten. wann ist das passender als am Sabbat?